Montag, 3. September 2012

Bilder sagen mehr als tausend Worte...

Dieses Mal möchte ich euch mithilfe der folgenden Bilder, welche ich hier und da geschossen habe, das ferne China ein Stück näher bringen. Ich hoffe, dass sie euch gefallen:

Altes Motorrad

Einer der zahllosen Starbucks hier

Karte des Bunds von Shanghai

Endlich einmal eine kluge Ampel
Kunstvoll bewachsenes Haus
Radiotower am People's Square
Supermarkt 1

Supermarkt 2

Chinesische Grillenverkäuferin

Entspannte Mittagspause eines Chinesen

Die mysteriösen Zeichenkünstler (ich weiß immer noch nicht, was es damit auf sich hat)

Die Gärtner des People's Park

Gesellschaftliches Spiel im Schatten der Bäume

Mittagssnack am Straßenrand
Nicht mehr Bambus-, sondern Stahlgerüste auf den Baustellen

Verkehrspolizist mit roter Schleife

Pflegepersonal der Zick-Zack Brücke
Abendlicher Zara in der Nanjing Road

Nächtliche Musik in der Fußgängerzone

Diese Stadt schläft niemals

Eine der Fähren über den Fluss

Smart Sonderausgabe
Fischen verboten? - Hat niemand gesehen

Auf das Ende des Regens wartend

Auswirkungen eines Unwetters

Dekorierte Wand einer Pizzeria
Ausblick von der Zick-Zack Brücke

Sonntag, 26. August 2012

Eine Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Nach langem komme ich endlich wieder einmal dazu einen Blogeintrag zu schreiben.

Da der Alltag des Arbeitens hat leider dazu geführt, dass die letzten Tage nicht besonders abwechslungsreich waren, habe ich mir gestern gedacht, dass es höchste Zeit sei endlich einmal aus diesem Kreislauf auszubrechen und habe mir den Samstag für eine ausführliche Stadttour Zeit genommen. Da mir schon einige Orte empfohlen wurden, ich jedoch noch nicht die Zeit hatte diese zu besuchen, habe ich mir vor meinem Aufbruch kurz Gedanken darüber gemacht, welche Runde wohl am sinnvollsten wäre und habe mich dafür entschieden zu allererst zu einem bestimmten Tempel zu fahren. Nach einigen Schwierigkeiten mit der U-Bahn – ich fuhr zum ersten Mal irrtümlich in die falsche Richtung – kam ich dort an und verzehrte nach der langen Fahrt ein Stück Pizza. Nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten fand ich auch dort, wie fast überall, ein riesiges Einkaufzentrum, welches ich nach eingehender Inspektion hinter mir ließ, um mir ein wenig die Umgebung anzuschauen. Es bestand leider nicht die Möglichkeit den Tempel von innen zu besichtigen und so setzte ich meine Reise fort und fuhr zu dem Hauptziel des Ausflugs: dem „alten“ Stadtzentrum Shanghais. Nach längerer Erkundung des Geländes fand ich schlussendlich auch ein traditionell chinesisches Tor, welches über der Straße errichtet war und das „alte“ chinesische Viertel ankündigte. Ich glaube zwar nicht, dass es wirklich alt ist, da sich alle Bauten in bestem Zustand befanden und im Gegenteil eher ganz neu aussahen. In Anbetracht der Tatsache, dass selbst Hochhäuser und Gebäude, welche in den letzten 10 Jahren entstanden sind, teilweise schon alt und halb verfallen ihr Dasein fristen, kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass die Chinesen um die Wichtigkeit der Restaurierungen in diesem Viertel wissen, da ich mir sicher bin, dass ansonsten nicht so viele Touristen dort wären. Kaum war man ein wenig in dieses Viertel hineingegangen, bot sich einem eine bizarre Mischung traditionell chinesischer Geschäfte und Gastronomiebetrieben, Ramschgeschäften und renommierten westlichen Betrieben welche sich dort zu Recht hohe Profite zu erhoffen schienen. Beispielsweise konnte ich in dem MC Donalds, welcher sich im ersten Untergeschoss befand, nicht mehr sagen, ob ich wirklich in Shanghai oder doch in Wien sei. Auch die Straßenverkäufer mit ihren „billigen“ ganz sicher „originalen“ Waren durften hier nicht fehlen und es war nicht immer leicht sie abzuschütteln. Auch hier fand ich ein großes internationales Kaufhaus mit H&M, Zara, Bershka und vielen anderen Geschäften. Schade ist nur, dass diese Geschäfte hier nicht billiger sind als bei uns. 
Der Tempel an der Nanjing Road

Zugangstor zum "alten" Viertel
Eine Einkaufsstraße
Neues altes Gebäude

International goes traditional

Hauptsache Gold :D

Internationales Einkaufszentrum
Ich traute dem ganzen Tanz jedoch nicht so ganz und wagte mich daher eine Straße weiter nach rechts, abseits der für Touristen aufbereiteten Wege. Hier fand ich, was ich mir ursprünglich erwartet hatte öfter zu sehen in China: verfallene alte Bauten, schmutzige Straßen, Geschäfte mit chinesischem Allerlei welche sichtlich Schwierigkeiten hatten Kunden anzulocken. Mir wurde hier bewusst wie oft Armut und Reichtum doch so nah beieinander liegen können und man dennoch davor die Augen verschließt. 
Abseits der Straße
Ich kehrte schlussendlich zurück auf die mit Menschen überfüllten Wege der Altstadt und entdeckte durch Zufall nach einiger Zeit die berühmte Zick-Zack-Brücke, welche sich, von Menschen überfüllt, über einen künstlich angelegten Teich erstreckte und zu einem Teehaus in der Mitte führte. Mein Weg führte mich weiter in einem Bogen dem Fluss zu, doch bis ich dort ankam sollte schon die Dämmerung übers Land gekommen sein. Ich kam durch einen kleineren Park wo ich kurz Rast machte, bevor ich mich auf den Bund von Shanghai begab. Das schwindende Licht des Tages bewirkte ein wunderschönes Lichtermeer zu beiden Seiten des Flusses, welches ich sogleich für einige Fotos ausnutzte. Trotz der vorgeschrittenen Stunde tummelten sich dort unzählige Menschen, welche die Kulisse genauso genossen wie ich. Lediglich die Polizei schien nicht besonders glücklich mit meinen Versuchen aus einer erhöhten Position von einem Steinvorsprung aus zu fotografieren und pfiff mich zurück – das Bild war dennoch das Risiko wert.
Zick-Zack-Brücke

Aussicht vom Park
Der Bund von Shanghai
Ich ging durch die mir nun schon bekannte Nanjing Road zurück zur U-Bahn welche mich nach diesem sehr interessanten Tag sicher wieder nach Hause brachte. Nachdem ich hier nun schon einiges gesehen habe, kann ich nur feststellen, dass ich mit jeder weiteren Besichtigung mehr davon überzeugt bin, dass ich in diesen 2 Monaten definitiv keinen Überblick über diese Stadt gewinnen werde, geschweige denn sie wirklich kennen werde. Ich denke jedoch, dass genau dies Shanghai einen gewissen Reiz gibt, welcher es für mich immer wieder interessant machen wird erneut hierher zu kommen. 

Hauptsache Internet

Abendliche Lichter

Abendliche Skyline

Mao Zedong in Stein gehauen

Dienstag, 14. August 2012

Bei Grün darfst du fahren, bei Rot musst du probieren... – Unterschiede eines Lebens in China

Ich möchte euch heute durch eine Sammlung von kleinen Anekdoten das Leben in Shanghai ein wenig näher bringen, da es ja allgemein bekannt ist, dass hier vieles anders ist als bei uns. Ich habe jedoch den Eindruck, dass man das zwar oft so sagt, sich aber unter diesen abstrakten „vielen Unterschieden“ nicht wirklich etwas vorstellen kann. Fangen wir mit dem ersten Eindruck an, den ich hier gewonnen habe und der auch Titelgebend für diesen Eintrag ist: das Verkehrssystem. 

Bereits als ich von meinem Fahrer am Flughafen abgeholt wurde, war mir schnell klar, dass hier einiges anders funktioniert als bei uns. So herrscht hier generell die Regel, der Stärkere hat Vorfahrt und wer nicht wagt, gewinnt nicht. Selbst die Anwesenheit einer Polizeistreife hindert die Verkehrsteilnehmer nur kaum, da jedem bewusst ist, dass sich selbst das Sicherheitsorgan an keine Regeln hält (die haben lediglich den Vorteil, dass sie ihr Blaulicht einschalten können bevor sie eine rote Ampel überfahren). Generell wird hier eine Kreuzung passiert, wenn keine querenden Fahrzeuge vorhanden sind, das bedeutet keine Fahrräder, Motorräder, Elektroräder, Dreiräder, Kleinlaster, Großlaster, LKW, PKW, Fußgänger etc. Die Vielfalt an fahrbaren Untersätzen scheint schier unendlich zu sein, da alles was irgendwie fahrtauglich wirkt mit einem Elektromotor versehen wird. Damit wären wir beim nächsten Punkt: Es gibt hier sehr viele Elektroräder/-mopeds und -fahrzeuge. Ich habe meinen Chef diesbezüglich gefragt und er meinte, dass es ganz einfach so sei, dass Elektromobilität hier extrem billig sei, da die meisten mit ihrem Elektrorad in ihre Arbeitsstätten fahren, es dort aufladen und die Firma die Kosten übernimmt. Dass sie in der Nacht ohne Licht fahren, um Strom zu sparen, stört hier niemanden, da es schon ein Luxus ist, wenn man sein Rad überhaupt mit einer Lichtanlage ausstattet. Hervorragend finde ich, dass es beinahe überall links und rechts der sehr breiten Straßen Radwege gibt auf denen man sich als Radfahrer (der ich ja nun mittlerweile auch bin) sicher fortbewegen könnte, wären diese nicht grundsätzlich in beide Richtungen befahren. Es kann daher gut vorkommen, dass man zwar auf der „richtigen“ Seite der Straße fährt, doch auf den Gehsteig ausweichen muss, da einem sechs nebeneinanderfahrende Mopeds entgegenkommen. 
Verkehrssystem China
Alles wird hier zum LKW
Der nächste große Unterschied, der mir allerdings schon vor meiner Ankunft bekannt war, ist der schiere klimatische Wechsel. Ich habe mir niemals vorstellen können WIE heiß 36°C und 99% Luftfeuchtigkeit sein können. Es sei dazu nur gesagt, dass jedes Mal wenn ich aus der Firma hinausgehe, mir die Hitze im Schatten so vorkommt und so auf meiner Haut brennt, als würde ich um 12 Uhr in der prallen Mittagssonne in Italien stehen.. ohne Sonnenschutz. Auch der seit langem erhoffte Gewöhnungseffekt tritt nicht ein und wenn ich meine chinesischen Mitmenschen anschaue verliere ich auch immer mehr die Hoffnung, dass dies vor meiner Abreise geschehen wird. Überraschend finde ich, dass ich mich sehr schnell an den krassen Temperaturunterschied Büro-Außenwelt gewöhnt habe, da es für mich nichts Angenehmeres mehr gibt als ins Büro zu kommen, mich in meinen Sessel zu setzen und zu warten bis alles halbwegs trocken ist.

Ich habe an meinem ersten Abend ahnungslos mit Leitungswasser Nudeln gekocht und dachte mir nicht viel dabei. Am nächsten Tag erkundigte ich mich jedoch, da in meinem Zimmer eine große Flasche (25L) Wasser steht, ob denn das Wasser aus der Leitung nicht trinkbar sei, was mir die Dame an der Rezeption bestätigte. Ich erfuhr erst später warum dem so ist, als ich mit meinem Chef sprach. Er meinte, das Problem sei nicht etwa eine bakterielle Belastung des Wassers, sondern eine reine Verunreinigung durch chemische Stoffe, welche, bei langem kontinuierlichen Konsum, zu körperlichen Schäden und Krankheiten führen können. Seit dem nehme ich Abstand von jedem Leitungswasser und freue mich über die niedrigen Wasserpreise in Shanghai.
Parkanlage in der Nähe meines Hotels
Eine interessante Sichtweise der Chinesen wurde mir folgendermaßen offenbar: Als ich einige Mechaniker der AVL kennenlernen durfte, wurde mir einer unter ihnen als „the old man“ vorgestellt. Als klassischer „Westler“ fasste ich dies eher negativ auf, da man bei uns allgemein eher nicht gern als alter Mensch bezeichnet wird. Ich erinnerte mich jedoch an eine Sache die ich in meinem zugegeben sehr kurzen Chinesisch Unterricht letztes Jahr gelernt hatte: in China ist es ein Ehrentitel wenn man als „alter Mann“ bezeichnet wird, da er dafür steht, dass man bereits ein langes Leben hinter sich hat, viel Erfahrung hat und daher die jungen ausbilden und lehren kann, damit sie ebenfalls einmal so gut werden wie er es war. Ich achtete im Folgenden darauf auch ein wenig auf die Gespräche der Mechaniker, und hörte des Öfteren „Shi Fu“ heraus, was so viel wie Meister heißt. Ich fand auf diese Art heraus, dass die Vorstellung als „old man“ nicht etwa herablassend gemeint war, sondern gedacht war um dem Meister Respekt zu zollen. Ich fand im Übrigen im Laufe der Zeit heraus, dass jener „alte Mann“ nach wie vor ein wahnsinnig geschickter Handwerker ist, welcher jeden Teil, um den man ihn bat, in kürzester Zeit herausdrehen, fräsen, bohren, schweißen oder schneiden konnte. Und er passte stets genau.

Eine letzte interessante Eigenschaft, die einigen schon bekannt sein dürfte, möchte ich noch hervorheben: Die meisten Chinesen können Fremdsprachen nicht besonders gut. So ist schon eine Fahrt mit dem Taxi eine große Herausforderung, da nicht einmal die Taxifahrer Englisch lesen können, geschweige denn Englisch sprechen. Jedoch ist es interessant zu sehen, wie sich dann doch eine Art der Kommunikation ermöglichen lässt. So habe ich es schon 2-3 Mal erlebt, dass ein Straßenhändler mit mir zwar nicht sprechen konnte, wir jedoch mit Händen und Füßen, und imaginärem „Aufmalen“ der zu zahlenden Summe auf die Handfläche es schafften uns auf einen Preis zu einigen (auch das Handeln ist so eine eigene Sache in China^^). Auch mit Taxifahrern gewöhnt man sich mit der Zeit daran immer ein Karte dabeizuhaben, auf welcher nicht nur die Zieladresse in chinesischer Schrift sondern besonders wichtig auch die Adresse des Hotels steht. 
Straßenmarkt
Mein Hotel von zwei Standpunkten betrachtet

Freitag, 10. August 2012

Eine „stürmische“ erste Arbeitswoche – Österreichische Expertise in China


Die erste Woche meiner Arbeitstätigkeit in Shanghai ist nun vorbei, und es ist Zeit eine kurze Bilanz darüber zu ziehen:
Ich bin am Montag erstmals in das STC (Shanghai Technical Center) der AVL Graz gefahren, was sich schwierig gestaltete, da ich, wie bereits am Anfang dieses Blogs erwähnt, lediglich die Adresse meiner Arbeitsstelle kannte, aber sonst über keinerlei Informationen verfügte. Ich bemühte mich daher auf Google eine Route herauszufinden und nahm schlussendlich ein Taxi. Bereits im Herannahen sah ich die österreichische Fahne über dem Fabrikkomplex wehen und es gab mir ein gewisses Gefühl von Heimatsverbundenheit in der Ferne. Etwas erheiterte mich jedoch die Inschrift, welche in eine Metallplatte graviert vor dem Eingang zu lesen stand: „Grundsteinlegung in Anwesenheit seiner Exzellenz des Bundespräsidenten von Österreich“. Ich hatte bis dahin nicht gewusst, dass dies der offizielle Titel unseres Staatsoberhaupts ist, doch ich werde es mir merken, falls ich ihm jemals über den Weg laufen sollte.:D
Am ersten Tag war ich, wie in Graz üblich, um 8:00 zu Arbeitsbeginn in der Firma, musste jedoch bald entdecken, dass in China bei AVL erst ab 9:00 gearbeitet wird, um mehr Überschneidung mit den Arbeitszeiten der Zentrale in Graz zu erreichen. Doch nach einer Stunde Wartezeit wurde ich schlussendlich von Dr. Klaus Denkmayr, dem Generaldirektor begrüßt und er führte mich an meinen Arbeitsplatz in der Entwicklungsabteilung.
Ich habe eine Kantine in der Firma, worüber ich mich sehr freue, insbesondere seitdem ich herausgefunden habe, dass im Umkreis von 2km nichts Nahrhaftes zu finden ist. Trotz des sehr niedrigen Preises von umgerechnet 65 Cent ist das Kantinenessen jedes Mal ein ausgiebiges und durchaus schmackhaftes original chinesisches Menü. Ich habe so außerdem die Möglichkeit die heimische Küche kennen zu lernen, ohne in ein Restaurant gehen zu müssen, etwas zu bestellen und nicht zu wissen was ich bekomme (ich nenne diese Vorgehensweise auch Chinese Roulette^^).
Generell gefällt mir die Arbeit sehr gut, jedoch habe ich mich in der ersten Woche noch ein wenig zurechtfinden müssen, weshalb ich noch kein fixes Projekt habe, in welchem ich mitarbeite. Ich hatte jedoch bereits die Möglichkeit einige Projekte, welche hier bearbeitet werden, kennenzulernen. Besonders spannend gestaltete sich der Mittwoch, da wir bereits am Dienst von der Regierung darüber informiert wurden, dass ein Taifun an Shanghai vorbeiziehen würde und wir stellten uns daher auf starken Regen und Windböen ein. Und tatsächlich als ich Mittwoch früh aus meinem Hotel gehen wollte, wehte mir bereits eine mit Regen getränkte Sturmböe entgegen. Während der Arbeit wurde der Regen immer stärker und die Stadtregierung gab roten Sturmalarm für die Stadt aus, da vor einiger Zeit in Peking bei einem ähnlichen Vorfall viel passiert war, und das Land daher zur Zeit besonders vorsichtig agiert. Wir durften zwei Stunden früher nach Hause gehen, da die Gefahr umstürzender Bäume und von Unfällen in der Firma vorhanden war. Ich versuchte gemeinsam mit einem Arbeitskollegen ein Taxi zu bestellen, doch leider waren die Telefonleitungen aufgrund des Regens überlastet; Jeder wollte zu dem Zeitpunkt ein Taxi haben. Wir entschieden uns, trotz des starken Regens, uns zur Straße durchzuschlagen um dort auf ein vorbeifahrendes Taxi zu warten. Als wir in dem Torwärterhaus Unterschlupf gefunden hatten, wurde ich von der Sekretärin meines Chefs angerufen und sie meinte, dass er mich nach Hause bringen würde, da ich sonst keine Chance hätte nach Hause zu kommen, und genau so geschah es auch. Glücklicherweise passierte davon abgesehen während des gesamten Sturms nicht besonders viel. Lediglich das Laub der Bäume war teilweise auf den Boden geworfen worden und die diversen Topfpflanzen im Garten meines Hotels lagen zu Boden geworfen da. Auch die chinesische Architektur erwies sich leider nicht als optimal geeignet um solch einer Witterung standzuhalten, da im inneren meines Hotels überall Handtücher die Fenster abdichteten, und im Fitnessraum fand sich ein Gutteil des Deckenverputzes plötzlich, zu Boden geworfen, durchnässt wieder.
Anbei findet ihr, wie es ja eigentlich schon eine Tradition hier wird, ein paar Bilder, die hoffentlich das Erlebte gut dokumentieren:
Die Fahnen wehen im Sturmwind
Die Grundsteinlegungsgedenktafel
Haupteingang des Gebäudes
Auswirkungen des Taifuns